Endlich wieder eine neue Brücke

Diese kleine Brücke über einen winzigen Bachlauf bei Cramon war 15 Jahre lang gesperrt. Anwohner mussten einen Umweg von fünf Kilometern fahren, weil die Querung des Baches zu marode war, um tonnenschwere Autos zu tragen. Seit kurz vor Weihnachten 2020 rollt der Verkehr dort nun wieder.

Zum traditionellen Banddurchschnitt fand sich unter anderem MV-Verkehrsminister Christian Pegel (4. v. l.) an der Brücke ein. Fotos: Rainer Cordes

So eine Brücke sollte sich doch schnell sanieren lassen, sie führt ja nicht über die Elbe oder eine vielgleisige Eisenbahnstrecke, oder? Eigentlich schon. Nur gab es die Schwierigkeit, dass der Untergrund sehr morastig ist, was der Stabilität nicht gerade zuträglich ist. Aber vor allem mangelte es seit der Sperrung im Jahr 2005 an Geld.
Erst mit dem beschlossenen Haushalt des Kreises Nordwestmecklenburg für 2019/20 änderte sich dies.

Bereits 2015 hatte der Kreistag die Sanierung der Brücke beschlossen. Letztlich wurde sie für insgesamt 744.000 Euro sogar neu gebaut, inklusive Förderung vom Land in Höhe von 132.000 Euro. Wo man schon mal bei Bauen war, inves­tierte der Kreis noch zusätzlich über eine Million Euro für die Erneuerung der Straße in Brückennähe, der Ortsdurchfahrt und des Nienmarker Damms.

Künftig soll die vorherige Kreisstraße nur noch den Status einer Gemeindestraße haben – was es laut MV-Verkehrsminister Chris­tian Pegel ermöglicht, den Schwerlastverkehr über die Brücke stark zu begrenzen: Lkw dürfen sie nicht mehr nutzen. An die Anwohner appelliert er: „Damit Sie lange Freude an der Brücke haben, muss die soziale Kontrolle funktionieren. Achten Sie alle mit darauf, dass dieses Verbot auch eingehalten wird.“