Im Land der Slawen – Naturpark Sternberger Seenland

18.000 Jahre ist es her, da schoben sich von Norden kommend gewaltige Gletscher ins heutige Norddeutschland. Sie brachten Geröll und Steine, hobelten und schabten, quetschten und stauchten die Oberfläche. Beim Abschmelzen der Berge blieben Steine liegen, entstanden Seen und Schmelzwasserrinnen. So gab das Eis einer Landschaft Gestalt, die heute den Naturpark Sternberger Seenland prägt. Festgesetzt im Jahr 2004 gehört er zu den jüngeren Schutzgebieten des Bundeslandes. Neben den abwechslungsreichen Naturräumen begründen zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten seinen Wert. Hier im Naturpark befindet sich zum Beispiel die größte Binnensalzwiese in MV. Weitab vom Meer und gespeist von salzhaltigem Grundwasser gedeihen darauf Arten wie Queller und Salz-Binse.

Im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden sind Besucher auf eine Zeitreise eingeladen. Foto: K. Haescher

Der Naturpark ist uraltes Kulturland. Vor rund 1400 Jahren wanderten slawische Stämme ein. Noch ältere Spuren führen in die Eisen- und in die Bronzezeit. Alle Siedler drückten dem Land ihren Stempel auf. Neben prähistorischen Kultstätten wie dem Boitiner Steinkreis gehören dazu slawische Burgwälle, unter denen Groß Raden der bekannteste ist. Die Siedlung wurde nach Grabungsbefunden rekonstruiert.
Wohin die schönsten Wanderwege führen, welche Gutsparke und Pfarrgärten einen Besuch lohnen und vieles mehr erfahren Besucher im Naturparkzentrum im Rathaus von Warin. Dort ist auch eine Ausstellung zu sehen. 

Für Besucher

Naturparkzentrum
Am Markt 1, 19417 Warin
Mai bis September:
Montag bis Sonnabend (außer an Feiertagen) 10 bis 17 Uhr
www.np-sternberger-seenland.de

Freilichtmuseum Groß Raden
bis Oktober:
Montag-Sonntag 10 bis 17.30 Uhr
Zurzeit ist nur das Freigelände geöffnet.