Probierinsel für Tüftler

Das Robert-Schmidt-Institut der Hochschule Wismar (RSI) hat am 9. Dezember 2020 mit einem symbolischen Spatenstich den Bau des ersten campuseigenen Makerspaces eingeläutet. Der Container-Bau inklusive kompletter Inneneinrichtung wurde von Studenten der Fakultät Gestaltung konzipiert. Im Frühjahr soll die StartUpYard eröffnet werden.

StartUpYard, Makerspace? Wer jetzt ratlos mit den Schultern zuckt: Hinter diesen Begriffen stecken eine Probierinsel für Tüftler und eine Werkstatt für Prototypen. Die Idee für einen solchen Ort auf dem Campus kam Regina Krause, Geschäftsführerin des Robert-­Schmidt-Instituts (RSI), bei einem Auslandsbesuch in Südafrika im Jahr 2018. Vom dortigen Makerspace war sie so begeistert, dass sie eine eigene Projektskizze für ein Wismarer Pendant schrieb.

Enrico Kahl erläutert das Modell der „StartUpYard“. Foto: Hochschule Wismar/si

„Wir stellen immer wieder fest, dass die Studierenden ganz viele Ideen haben, aber keinen Ort, an dem sie ihre Ideen zu einem gegenständlichen Prototyp machen können. Deshalb brauchen wir einen Makerspace, um endlich mal basteln, bauen und Spaß haben zu können“, unterstreicht Projektkoordinator Marc Schröder Krauses Vision eines Wohlfühlortes für Studenten aller Fakultäten, an dem sie als Lernpartner gemeinsam tüfteln.

Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zum Frühjahr 2024 im Rahmen der Maßnahme „StartUpLab@FH“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“. „Wir sind stolz, einer von bundesweit 16 Standorten zu sein, die sich von den knapp 100 Einreichungen durchgesetzt haben“, sagt Professor Dr. Michael Schleicher, Projektleiter und Prorektor für Bildung.

Die Yard wird mit dem InnovationPort Wismar zusammenarbeiten, der derzeit parallel am Alten Hafen entsteht. Dieser bietet Wismarer Gründungen mit digitalen Geschäftsmodellen für sechs Monate einen Ankerplatz und umfangreiche Unterstützung in der Markteintrittsphase.