Unterwegs im Museum – Schabbell öffnet wieder

Endlich Zeit fürs Museum: Das „Schabbell“ in Wismar hat nach achtwöchiger coronabedingter Schließung wieder geöffnet. Neben der Dauerausstellung zu Wismars Stadtgeschichte ist dann auch die Sonderschau „Ich zähl‘ jetzt bis drei!“ der Künstler Lena Biesalski, Susanne Gabler und Christian Schönwälder zu sehen. Das ganze Gebäudeensemble vom Gewölbekeller bis zum Dachstuhl aus dem 14. Jahrhundert darf besucht werden. Vielleicht fällt der Blick nun einmal besonders auf die prachtvollen Wand- und Deckenmalereien aus der Zeit der Renaissance oder auf ein bisher weniger beachtetes Detail, wie das türkisfarbene Brautkleid auf dem Porträt der Louise Amalie Anders von Carl Canow.

Einige Änderungen gibt es natürlich. Die erste: Bis zum 25. Mai gelten geänderte Öffnungszeiten – dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr. Um die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen zu gewährleisten, kommt es in manchen Ausstellungsbereichen zu Einschränkungen. Einige Ausstellungselemente, wie Hör- und Mitmachstationen, Tastobjekte und die Bastelecke im Dachgeschoss des Museums stehen bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Außerdem ist eine Mund-Nasen-Abdeckung Voraussetzung für den Museumsbesuch.

Nicht mehr allein ist Louise Amalie Anders von Carl Canow, mit einem Augenzwinkern bearbeitet vom Historiker des Schabbels. Foto: J. Haase

Auf Führungen und Veranstaltungen müssen Gäste derzeit verzichten. Dafür bietet das Museums­team zahlreiche Inhalte über Social-Media-Kanäle an: Einige besondere Exponate aus der Ausstellung werden auf Facebook und Instagram ins rechte Licht gerückt. Außerdem erhalten Besucher dort einen Einblick in das derzeit laufende Großprojekt: Die Vorbereitung des noch fehlenden Ausstellungsbereichs „Wismar schwedisch“. Internet und soziale Medien waren besonders während der Schließung für die Mitarbeiter des Schabbells wichtige Kanäle, um mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben.