Weg zum Verkehrsverbund frei

Unterzeichneten in Schwerin die Kooperationsvereinbarung: Wirtschaftsminister
Reinhard Meyer, Landrat Tino Schomann (NWM), Oberbürgermeister Rico
Badenschier und Landrat Stefan Sternberg (LUP, v.l.) Foto: Rainer Cordes

Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Verkehrsverbund Westmecklenburg: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat zusammen mit Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier und den Landräten der Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim, Tino Schomann und Stefan Sternberg die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Aus dem Verkehrsverbund sollen sich künftig viele Vorteile für die Fahrgäste ergeben – von einem gemeinsamen Tarif bis zu besser abgestimmten Angeboten. „Die Attraktivität, dass mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, wird deutlich erhöht. Gleichzeitig wird für eine bessere Verzahnung und Auslastung der verschiedenen Verkehrsangebote gesorgt. Darüber hinaus kann der Verkehrsverbund Synergieeffekte zwischen den Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern schaffen“, fasst Wirtschaftsminister Meyer die an den Verbund gestellten Erwartungen zusammen.
„Die steigenden Benzinpreise und die Auswirkungen des Klimawandels zwingen uns zum schnellen Handeln: Komfortable und bezahlbare Alternativen zum motorisierten Individualverkehr sind das Gebot der Stunde!“, sagte Schwerins Oberbürgermeister Badenschier. Die Einführung des 9-Euro-Tickets habe bewiesen, dass es möglich sei, innerhalb kürzester Zeit einen deutschlandweiten Verkehrsverbund im Nahverkehr zu schaffen.
Auch die Wirtschaft begrüßt die Vereinbarung: „Die Schaffung eines attraktiven Angebots zu bezahlbaren Preisen ist das A und O dafür, dass die Bürger den Umstieg auf den ÖPNV in Betracht ziehen“, sagte Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin. Nicht zuletzt schaffe der Verbund auch die Voraussetzung, um mit dem HVV über die Schaffung attraktiver Übergangstarife in die Metropolregion zu verhandeln. Die Kosten für die Verbundgründung belaufen sich auf 662.000 Euro. Wirtschaftsminister Meyer übergab in Schwerin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 422.300 Euro an den Landrat des Landkreises Nordwestmecklenburg Tino Schomann, als Federführer des Projektes. Weitere 150.000 Euro werden als Fördermittel durch den Regionalen Planungsverband Westmecklenburg getragen. Der Eigenanteil der Kommunen beträgt jeweils 29.900 Euro. Ziel ist, mit dem Verbund Ende 2024 am Start zu sein.
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