Ernst Alban konstruierte Maschine einst für Plauer Tuchfabrik – nun wird sie im Burgmuseum gezeigt

Foto: Sparkasse
Das Burgmuseum Plau am See ist um ein imposantes Ausstellungsstück reicher: eine originale Albansche Dampfmaschine ist aus München nach Mecklenburg zurückgekehrt. Als Dauerleihgabe hat die einzigartige Rarität nun wieder ihren Platz in der Stadt, in der Dampfmaschinen-Pionier Ernst Alban einst eine Maschinenbauanstalt betrieb. Der Umzug wurde durch die finanzielle Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Stadt Plau am See möglich.
In Einzelteilen zog die Maschine aus der Dauerausstellung in München, wo sie mehr als 100 Jahre zu sehen war, ins Burgmuseum Plau am See um – in die Stadt, in der sie bis 1900 im Einsatz war. Bis zu jenem Jahr hatte Albans Hochdruck-Dampfmaschine die Textilmaschinen der Plauer Tuchfabrik angetrieben. Mit einer Höhe von 4,57 Metern, einer Breite von 2,87 Metern und einer Länge von 4,35 Metern gehört sie zu den weltweit größten Hochdruck-Dampfmaschinen mit freischwingendem Zylinder – und war zur Entstehungszeit eine der ersten ihrer Art in Europa.
Damit die Dampfmaschine dauerhaft im Burgmuseum bleiben kann, waren Umbaumaßnahmen nötig, um die besonderen klimatischen Anforderungen zu gewährleisten. Bisher konnten Besucher ein Miniaturmodell der Maschine bewundern, welches die Funktionsweise veranschaulichte.
Nun fällt der Blick auf das imposante Original. Die Mitglieder des Plauer Heimatvereins rechnen mit einem Anstieg der Besucherzahlen in der neuen Saison, da die Maschine viele Bewunderer hat. „Für die Stadt, die Tourismusregion Plau am See und für das Museum ist die Rückkehr der Dampfmaschine ein absoluter Gewinn“, freut sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Kai Lorenzen.
Dr. Ernst Alban gilt als der bedeutendste mecklenburgische Dampfmaschinenkonstrukteur. 1841 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde von Plau am See verliehen.