„ASB SCHOCKT“ startet in Westmecklenburg / Ziel: Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken

ASB schockt: Das ist der Name einer Smartphone-App, die künftig in der Landeshauptstadt Schwerin sowie in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg bei der Alarmierung von Ersthelfern eingesetzt wird. Damit führt die Region Westmecklenburg gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Mecklenburg-Vorpommern ein neues System zur schnelleren Hilfe bei Herz-Kreislauf-Stillständen ein.
Entstehen soll durch die Kooperation der Leitstelle Westmecklenburg und des ASB-Landesverbands ein flächendeckendes Ersthelfer-System zur Unterstützung der Laienreanimation zwischen Elbe und Ostsee. Ziel ist, die Überlebenschancen sowie die Möglichkeit einer vollständigen Genesung nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich zu verbessern. Allein in Westmecklenburg gibt es jährlich rund 250 Notfälle, bei denen ein solcher Einsatz lebensrettend sein kann.
Über die App können sich interessierte Ersthelfer registrieren und nach erfolgreicher Prüfung eines niederschwelligen Qualifikationsnachweises, beispielsweise eines Erste-Hilfe-Kurses, für Alarmierungen freigeschaltet werden. Die Verwaltung und Qualifikation der Helfer übernimmt der ASB-Landesverband.
Im Notfall alarmiert die Leitstelle zusätzlich zu Notarzt und Rettungswagen gezielt registrierte Helfer in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes. Diese können die Alarmierung direkt über die App annehmen und werden anschließend zum Ort des Notfalls navigiert. Während des gesamten Einsatzes bleibt die Leitstelle als Ansprechpartner verfügbar. Darüber hinaus sind in der App Standorte von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren hinterlegt, die so im Notfall schnell gefunden und eingesetzt werden können. Diese Liste wird ständig aktualisiert.
Ersthelfer können so die Zeit überbrücken, die bis zum Eintreffen des Notarztes vergeht. Gerade im ländlichen Bereich verstreichen oft wertvolle Minuten, bis der Rettungswagen da ist – und jede Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahmen senkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um etwa zehn Prozent. Jeder kann sich als Ersthelfer registrieren und im Ernstfall Leben retten – weitere Informationen gibt es unter
www.asb-schockt.de.