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Wunder von Plüschow

Historische Wandbespannung wird im Rahmen einer Ausstellung präsentiert

Historische Wandbespannung - im Künstlerhaus Plüschow bei Upahl
Künstlerin Juliane Laitzsch, Kay Facklam (Sparkasse Mecklenburg-Nordwest), Künstlerhaus-Leiterin Miro Zahra, Ministerin Bettina Martin, LAKD-Direktorin Dr. Ramona Dornbusch. Foto: S. Scholz

Eine besondere Ausstellung ist bis zum 7. Juni im Künstlerhaus Plüschow bei Upahl zu sehen. Sie zeigt eine bemalte Wandbespannung aus der Frühzeit des Herrenhauses, die ein Handwerker 1990 unter Bauschutt entdeckte und mehr als 30 Jahre lang aufbewahrte. 2023 übergab er sie an den Förderkreis Schloss Plüschow, in den zurückliegenden Jahren wurde der Schatz in einem gemeinsamen Projekt zwischen dem Künstlerhaus und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege restauriert und wissenschaftlich erschlossen. Das Projekt wurde maßgeblich ermöglich durch die finanzielle Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest.

„Das Motiv der Bespannung zeigt, wie weltoffen und kosmopolitisch die Bildwelt des Adels im 18. Jahrhundert war. Daran können wir uns heute ein Beispiel nehmen“, sagt die Leiterin des Künstlerhauses, Miro Zahra. Für Kulturministerin Bettina Martin ist die Rückkehr der verloren geglaubten Wandbespannung ein kleines Wunder: „Sie bietet uns nun ein Fenster in die Zeit des 18. Jahrhunderts. Und das an einem historischen Ort, der heute zugleich für moderne, zeitgenössische Kunst und große Kreativität steht. Dieses Zusammenspiel macht Plüschow zu einem besonderen Ort.“ Für die Ausstellung hat sich die Künstlerin Juliane Laitzsch mit der Rückseite des Fundstücks auseinandergesetzt. Während der Dauer der Präsentation ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

www.plueschow.de