Ein gesunder Lebensstil kann das Erkrankungsrisiko senken

Der erste Demenzplan für Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell erarbeitet. Das teilte Sozialministerin Stefanie Drese mit. Mit dem Plan sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die vorhandene Expertise landesweit gebündelt, entsprechende Strukturen auf- und ausgebaut und vor allem die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, aber auch die von deren An- und Zugehörigen, verbessert werden.
Laut Aussage von Drese betreffen demenzielle Erkrankungen schon jetzt 40.000 Menschen in MV. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2060 verdoppeln. „Demenz ist aber nicht nur eine Frage der Demografie“, sagte die Ministerin. Auch der eigene Lebensstil spiele eine Rolle. Neuen Erkenntnissen zufolge könnten zum Beispiel rund 40 Prozent aller Demenzerkrankungen durch die Vermeidung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und Bewegungsmangel verhindert oder verzögert werden. Auch soziale Isolation ist ein Risikofaktor. So soll auch die Bedeutung der Prävention hervorgehoben werden – bei einer Erkrankung, deren Entstehen und Verlauf lange Zeit als nicht beeinflussbar galt. Auch hier fließen Ergebnisse in den Demenzplan ein.