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Altes Handwerk im Fokus

Netzwerk „Manufaktur-Route 2.0“ um zwölf Neuzugänge erweitert

Manufaktur-Route 2.0
Seit 2013 haucht Familie Leitholdt der Ludwigsluster Pappmaché-Tradition mit ihrer Manufaktur neues Leben ein. Foto: MV Foto e.V., Angelika Lindenbeck

Teig wird geknetet, Bohnen geröstet, es wird gewebt, geschnitzt und gefärbt. Es sind all diese kleinen Manufakturen, die wieder stärker in den Fokus rücken und damit altes Handwerk sichtbar machen sollen.
Insgesamt 28 Manufakturen in Westmecklenburg bündeln ihre Angebote zur „Manufaktur-Route 2.0“. Das Projekt baut auf der bestehenden Route auf und wird im Rahmen des LEADER-Kooperationsprogramms aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichenRaums (ELER) sowie durch Landes- und kommunale Mittel gefördert. 20 neue Betriebe aus der Region bewarben sich, zwölf schafften es in diesem Jahr auf die Liste. Bei der Auswahl spielten vor allem Regionalität, Nachhaltigkeit, Qualität und Innovation eine wichtige Rolle.

Ziel ist es, regionale Handwerksbetriebe langfristig zu vernetzen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und den Erlebniswert der Region Mecklenburg-Schwerin zu stärken – etwa durch Einblicke, Verkostungen und Mitmachangebote. Doch auch Fachkräftemangel und fehlende Nachfolge beschäftigen viele Betriebe. Umso wichtiger sei es, die Betriebe miteinander zu vernetzen und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, so Angela Ispiryan vom Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin. Das erste Netzwerktreffen stieß bei den Teilnehmern auf große Resonanz. Viele neue Ideen und konkrete Ansätze für Kooperationen entstanden bereits. Des Weiteren sind gemeinsame Marketingmaßnahmen, wie Bild- und Videoproduktionen, ein Booklet sowie ein Manufakturen-Markt, geplant. Eine vollständige Liste aller 28 Manufakturen ist unter mecklenburg-schwerin.de/manufakturroute zu finden.