Notfallverbund in der Region Westmecklenburg gegründet / Technische Ausrüstung bei Havarien bereit

Ein neu gegründeter Notfallverbund in der Region Westmecklenburg soll helfen, Kulturgut in Krisen- und Notfällen besser zu schützen und die Widerstandsfähigkeit des kulturellen Erbes zu stärken. Die Hansestadt Wismar mit ihren Archiven und Museen ist genauso Partner des Notfallverbundes wie beispielsweise die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, die Landeshauptstadt Schwerin und die historischen Sammlungen der evangelischen Landeskirchen. Unterstützt wird der Verbund durch die Feuerwehren der Städte und der Region. „Eines ist sicher: Der nächste Brand, das nächste Starkregenereignis oder der nächste technische Defekt wird kommen. Eine ausgefallene Klimaanlage kann innerhalb kurzer Zeit ebenso große Schäden an Sammlungen verursachen wie andere Havarien. Umso wichtiger ist es, dass wir künftig auf einen Notfallverbund zurückgreifen können, der im Ernstfall schnell, organisiert und professionell die Erstversorgung unseres Kulturguts übernimmt. Zugleich müssen wir die möglichen Gefahren im Blick behalten. Denn wirksamer Kulturgutschutz beginnt nicht erst im Notfall: Wer Risiken kennt und Vorsorge trifft, kann Schäden verhindern oder zumindest deutlich begrenzen“, betont Dr. Ramona Dornbusch, Direktorin des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege.
Bei der Unterzeichnung zur Gründung des Notfallverbundes konnten zugleich zwei vom Ministerium geförderte Erstversorgungsstraßen für den Schutz und die Sicherung von Kulturgut vorgestellt werden. Sie enthalten Materialien und technische Ausrüstung, die bei der Bewältigung einer Havarie – etwa bei Wassereinbruch, Feuer oder Einsturz – für die Erstversorgung, Sicherung und Weiterbehandlung des betroffenen Kulturerbes benötigt werden. Neben Verpackungsmaterialien und Transportbehältnissen zählen hierzu Schutzzelte, Schutzkleidung und technisches Gerät.
Der Notfallverbund Westmecklenburg ist der erste dieser Art in MV. Kulturgutbewahrende Einrichtungen, die Interesse an einer Mitwirkung im Notfallverbund haben, können sich gern an Matthias Wehry, m.wehry@lakd-mv.de sowie die Partner des Notfallverbundes wenden.