„Samson et Dalila“ feiert Premiere im Theaterzelt

Es muss frustrierend gewesen sein: Trotz der erfolgreichen Uraufführung in Weimar 1877 fand Komponist Camille Saint-Saëns keine weiteren Orte, die seine Oper „Samson et Dalila“ aufführen wollten. Er klemmte sich persönlich dahinter: In Schwerin wollte Saint-Saëns Orchester und Geldgeber überzeugen. Später schrieb er selbst: „Ich glaube, die Aufführung hier ist gesichert. … Das Theater ist schön, das Orchester wunderbar.“
Nun ist es nicht das Theater, sondern das Theaterzelt: Am 17. Oktober um 19 Uhr feiert die Oper in drei Akten in einer halbszenischen Produktion hier Premiere. Dirigent Kiril Stankow bezeichnet das Werk gar als seine „neue Lieblingsoper“: „Wir leben in einer Zeit, in der wir Informationen nur noch verarbeiten, aber wir haben kaum noch die Zeit, auch die dazugehörigen Gefühle zu empfinden. ‚Samson et Dalila‘ gibt uns diese Chance. Das Rezipieren eines Kunstwerks bewirkt nicht unmittelbar, dass ein Konflikt überwunden wird. Aber es kann die eigene Sicht auf die Dinge schärfen“, sagt Stankow. Eine weitere Aufführung ist am 25. Oktober um 17 Uhr im Theaterzelt.
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