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Sturzrisiko steigt mit dem Alter

Broschüre gibt Tipps, wie sich Gleichgewicht und Kraft trainieren lassen

DocAktuell - Sturzrisiko
Gezieltes Training der Muskelkraft und des Gleichgewichtssinn trägt dazu bei das Sturzrisiko zu senken. Foto: Adobe Stock . peopleimages.com

Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko: Fast jeder Vierte über 65 Jahren stürzt innerhalb eines Jahres mindestens einmal. Bei 13 Prozent sind es sogar mehr als zwei Stürze. Die Folgen können schwer sein und die Selbstständigkeit im Alltag einschränken. Darauf macht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit aufmerksam, das seine beiden Broschüren „Gleichgewicht und Kraft“ deshalb aktualisiert und neu aufgelegt hat.

Ältere Menschen finden darin verständliche Informationen, praktische Tipps und einfache Übungen. So können sie selbst etwas dafür tun, sicher auf den Beinen zu bleiben. Tipp Nummer 1, um das Risiko für einen Sturz zu minimieren ist das regelmäßigeTraining von Kraft und Gleichgewicht. Außerdem lohnt ein Blick auf die Wechselwirkungen verschiedener Medikamente: Bestimmte Arzneimittel wie Schlaf- und Beruhigungsmittel können die Muskelkraft senken und das Gleichgewicht beeinträchtigen. Dazu kommt die Vorbeugung einer Osteoporose. Eine gesunde, calciumreiche Ernährung, ausreichende Versorgung mit Vitamin D sowie regelmäßige Bewegung helfen, die Knochen stabil und gesund zu halten. Wer nicht richtig sieht, kann ebenfalls schneller hinfallen – deshalb sollte die Brille in ihrer Sehstärke passen und auch getragen werden. Und nicht zuletzt kommt es auch auf ein sicheres häusliches Umfeld an. Viele Unfälle passieren nämlich dort, wo man überhaupt nicht mit ihnen rechnet: in den eigenen vier Wänden. Handläufe an Treppen, die Antirutschmatte in der Dusche und der Verzicht auf lose Teppiche tragen dazu bei, die eigene Wohnung sicherer zu machen. Dazu zählt natürlich auch, Gegenstände nicht in Laufwegen abzustellen und Zimmer gut zu beleuchten.

Wer aus Angst vor Stürzen seinen Radius einschränkt, tut sich selbst keinen Gefallen. Denn ohne Bewegung bilden sich Muskelkraft und Gleichgewichtssinn weiter zurück. Dies wiederum vergrößert das Risiko zu stürzen – ein Teufelskreis. Gleichzeitig schränken sich Betroffene in ihrer Lebensqualität stark ein, trauen sich möglicherweise kaum noch aus dem Haus.

Praktische Übungen zur Sturzprävention liefert die Broschüre des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit, die von der Homepage www.bioeg.de heruntergeladen werden kann.