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„Ein ,Moin!‘ ist doch toll“

Beatrice Egli freut sich auf ihren Auftritt in Rostock am 7. Oktober – der Kartenvorverkauf hat begonnen

Portrait Beatrice Egli
Tanzen – Lachen – Leben: Unter diesem Motto geht Beatrice Egli im Herbst auf Tour und
kommt am 7. Oktober nach Rostock. Foto: Michael de Boer

Sie gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Schweiz und begeistert ihr Publikum mit Stimme, Charisma und Lebensfreude: Beatrice Egli. Im Herbst geht sie auf Tour und macht dabei auch in
Rostock in der Stadthalle Station; der Kartenvorverkauf hat gerade begonnen. Im Interview mit Schwerin live sprach Beatrice Egli über Musik, norddeutsche Mentalität und darüber, dass ein „Moin!“ manchmal mehr sagt als viele Worte.

„Tanzen – Lachen – Leben“ lautet der Titel der Tour 2026. Warum dieses Motto?
Wenn wir tanzen, dann lachen wir. Und wenn wir Menschen und Situationen mit einem Lachen begegnen, dann wird das Leben leichter. Ich weiß, dass das Weltgeschehen bei vielen Menschen gerade ganz andere Emotionen weckt. Aber gerade vor diesem Hintergrund ist es wohltuend, einen Abend lang gute Energie zu tanken. Ich verspreche den Besuchern meines Konzerts, dass sie mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen werden. Das Leben ist ein Geschenk und wir sollten es als solches begreifen und feiern – einfach mal locker aus der Hüfte.

Worauf freuen Sie sich in Rostock besonders?
Eigentlich auf einen Urlaubstag! Als Hansestadt hat Rostock ein wunderbares Flair, die Lage an der Ostsee, der frische Wind, dazu gastfreundliche Menschen. Natürlich ist auf so einer Tour wenig Zeit für Urlaub, der Alltag ist schon recht intensiv: lange Anfahrten, Soundcheck, schnell etwas essen und dann geht es auch schon los… Aber ich will versuchen, mir wenigstens eine halbe Stunde für die Stadt zu nehmen. Ich war schon in Rostock und finde es dort wunderschön.

Sie waren in Hamburg an der Schauspielschule, kennen also den Norden. Wie kommen Sie mit der norddeutschen Mentalität zurecht?
Die kühle Art der Menschen ist oft ehrlicher und direkter und ich mag es ehrlich lieber. Was nützt mir ein Ich-bin-immer-für-dich da, das ich schon nach zwei Minuten zu hören bekomme, wenn es nicht stimmt?
Die Menschen im Norden öffnen sich nicht so schnell, aber wenn sie es tun, kann man sich auf sie verlassen. Meine Zeit in Hamburg ist schon 15, 16 Jahre her, aber Freundschaften von damals bestehen bis heute.

„Moin!“ ist hierzulande ein kompletter Satz. Was können wir Norddeutschen von Ihnen in puncto Fröhlichkeit lernen?
Ach, ein „Moin!“ ist doch toll! Warum rumschwatzen, wenn damit alles geklärt ist? „Hoi“, sagen wir in der Schweiz, das klappt genauso. Wenn dann zum Moin und zum Hoi ein Lächeln kommt, ist das eine Sprache, die alle verstehen.

Zurück zur Musik: Schlager ist in den zurückliegenden Jahren auch bei jungen Menschen immer populärer geworden – was ist der Grund dafür?
Schlager ist sehr vielseitig geworden und es gibt tolle Charaktere, die mit Stimme und Musik viel dafür getan haben. Hier im Nordosten ist zum Beispiel Kerstin Ott als sehr authentische Sängerin dazugekommen. Junge Menschen denken außerdem viel weniger in Schubladen. Sie hören Musik, weil ihnen eine Stimme oder ein Song gefällt, das Genre ist ganz egal. Und das ist richtig so, schließlich wollen wir selbst auch nicht in Schubladen gesteckt werden.

Also sollten auch Nicht-Schlager-Fans durchaus mal zu einem Beatrice-Egli-Konzert kommen?
Unbedingt! Manchmal höre ich von Partnern, die nur mitgenommen wurden, weil sie eigentlich andere Musik hören, und die hinterher sagen: Das war ein richtig schöner Abend! Ich kann nur sagen, probiert neue Dinge aus und lasst damit neue Energie in euer Leben. Warum sollte man sich selbst begrenzen? Ein Problem von Social Media ist ja, dass oft der Algorithmus vorgibt, welche Songs zu uns gelangen. Es kann gut sein, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien.

Welche musikalischen Vorbilder haben Sie?
Mich haben viele inspiriert, Vicky Leandros zum Beispiel. Als Kind habe ich Blümchen gehört oder die Backstreet Boys. Immer sind es Stimmen, die mich berühren. Und ich mag die deutsche Sprache in der Musik. Noch vor einiger Zeit gab es da nur die Neue Deutsche Welle oder eben Schlager. Aber in den zurückliegenden Jahren hat die deutsche Sprache so viel mehr Musik bekommen, das erfreut mein Herz. Das Image von deutschen Texten in der Musik hat sich total gewandelt. Die Musik verliert ihre Genres – und eben auch ihre Hemmungen. 

Karten für das Konzert am 7. Oktober 2026 um 19 Uhr in der Stadthalle Rostock gibt es unter eventim.de.