Neue Kabinett-Ausstellung im Staatlichen Museum bis zum 4. Oktober

Mit einer frischen Kabinett-Ausstellung gibt es im Staatlichen Museum Schwerin ein halbes Jahr nach der Neueröffnung schon wieder etwas Neues zu sehen. Im Fokus steht Glaskunst aus dem 19. Jahrhundert – „zwischen Magie und technischem Fortschritt“, wie das Motto der Präsentation verspricht.
Zu sehen sind zum Beispiel ein böhmischer Deckelpokal mit einer Jagdszene, ein Becher mit einer Ansicht des Schweriner Schlosses und ein Tafelaufsatz aus Goldrubinglas und vergoldeter Bronze. Das 19. Jahrhundert als Zeitalter der technischen Erfindungen eröffnete auch in der Glaskunst völlig neue Möglichkeiten. Neue Fertigungsmethoden kamen genauso hinzu wie eine erweiterte Farbpalette. Kombiniert mit bekannten Schliff- und Schnitttechniken ergaben sich so raffinierte Effekte bei der Herstellung von Gebrauchs- und Dekorationsobjekten. Das Schweriner Museum verfügt über einen umfangreichen Bestand von Glaskunst, zu der auch Imitationen von Edel- und Halbedelsteinen gehören – die ebenfalls im 19. Jahrhundert aufkommende Gesteinskunde machte es möglich. Es entstanden kostbare farbige Steingläser wie Lithyalinglas oder Hyalithglas, die die Pracht der Vorbilder nachahmten.
Keine Frage: Die magische Anziehungskraft der farbigen Glaskunst in ihrer Schönheit und Vielfalt ist heute so groß wie damals. Die Ausstellung zeigt einige der kostbarsten Stücke der Sammlung in einem Kabinett innerhalb der Museumsräume – bis zum 4. Oktober 2026.
Im Rahmen des Begleitprogramms wird es am 13. Juni um 11 Uhr eine kreative Familienzeit geben – mit Führung und Workshop zu farbigem Glas.