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Spuren eines Handwerks

Zu DDR-Zeiten waren solche
Harztöpfe im Kiefernwald ein häufiger
Anblick. Foto: E. Kartheuser

Charakteristische Muster in Kiefern weisen noch heute in Wäldern auf die Spur eines alten Handwerks – des Harzens. Im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide können Besucher einen solchen „Eingriff“ nun live erleben: Am 20. Juli, 27. Juli, 3. August und 10. August, jeweils um 10 Uhr, wird der ehemalige Harzer Johannes Herbst alle Arbeitsschritte vorführen und dabei viel Wissenswertes vermitteln. Wer dabei sein möchte: Treffpunkt ist der kleine Parkplatz an der Straße nach Schwinz, etwa 400 m nach dem Bahnübergang links. Bereits die alten Griechen benutzten Kolophonium zum Abdichten – so genannten Kalfatern – ihrer Schiffe. Das Kolophonium wurde mittels Destillation aus Baumharz gewonnen. Kolophonium und das ebenfalls bei der Destillation entstehende Terpentinöl werden heute noch verwendet, z.B. in der Farben- und Lackherstellung.
Im Osten Deutschlands wurde das Harzen auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiter betrieben. Erst mit dem Ende der DDR erlosch dieses alte Handwerk.
www.naturpark-nossentinerschwinzer-heide.de/