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Frege als Romanfigur

100 Jahre nach dem Tod des Wismarer Logikers ist Romanbiografie erschienen

Gottlob Frege - Romanbiografie
Gottlob Frege fand auf dem Friedhof in Wismar seine letzte Ruhe. Hier weist eine Tafel auf sein Wirken hin. Foto: Rainer Cordes

Der Aristoteles aus Wismar – so wird Gottlob Frege manchmal bezeichnet. Dem Mathematiker und Logiker wird heute eine epochale Wirkung zugestanden und als sich im vergangenen Jahr Freges Todestag zum 100. Mal jährte, fanden dazu in Wismar zahlreiche Veranstaltungen statt. Außerdem gibt es ein neues Buch: eine Romanbiografie mit dem Titel „Gottlob Frege. Vordenker unserer digitalen Welt“ (ISBN 978-3-658-49494-0) des Autorentrios Edith Framm, Joachim Framm und Dieter Schott. Die drei hatten bereits 2022 einen Teil von Freges Leben als Roman dargestellt, nun ist das Werk komplett und beim Springer-Verlag erschienen. Demnächst soll es ins Englische übersetzt werden.

Frege wurde 1848 in Wismar geboren und begründete später mit seiner „Begriffsschrift“ die moderne mathematische Logik. Die heutige Datenverarbeitung wäre ohne seine Arbeit nicht denkbar. Um zu zeigen, was für ein Genie hier aus der Stadt hervorging, hatten Edith und Joachim Framm – Ärztin und Apotheker aus Wismar – zusammen mit dem Mathematiker Prof. Dr. Dieter Schott ihr erstes Buchprojekt gestartet, das sie nun in bewährter Weise fortsetzen und abschließen.

Das Buch ordnet Freges Logik in die Informatik ein und zeigt, dass seine in der Begriffsschrift formulierte Quantorenlogik für die Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielt.