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Millionen Kredit für Netzausbau

WEMAG erhält Darlehen von Europäischer Investitionsbank für Investition in wirtschaftliche Entwicklung

WEMAG - Darlehen
Die WEMAG-Vorstände Thomas Murche (l.) und Caspar Baumgart hatten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer zur Vertragsunterzeichnung in den Batteriespeicher eingeladen. Foto: Journal eins

Die WEMAG erhält ein Darlehen von 220 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) für den Ausbau der Netzinfrastruktur. EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer und die WEMAG-Vorstände Caspar Baumgart und Thomas Murche unterzeichneten die Vereinbarung im Januar im Batteriespeicher in Schwerin. Dieser Ort war nicht ohne Grund gewählt: Der 2014 eingeweihte Speicher ist der größte kommerziell betriebene seiner Art in Europa und trägt dazu bei, Schwankungen bei der Netzeinspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen. Damit stehe er sinnbildlich für die klare ökologische Ausrichtung der WEMAG, sagte Caspar Baumgart.

Energiewende. Dieses Wort fiel bei der Veranstaltung immer wieder. Mit dem Netzausbau werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, das Stromnetz zukunftsfähig zu machen. Mehr als 600 Millionen Euro sollen bis 2030 investiert werden. Mit dem Geld aus Luxemburg kann der Energieversorger aus Westmecklenburg nun mehr als ein Drittel sicher finanzieren – wichtig vor dem Hintergrund, dass die
WEMAG nicht Teil eines großen Konzerns, sondern im Mehrheitsbesitz von Kommunen ist. Ein Vorteil des EIB-Darlehens ist die hohe Flexibilität: Die Mittel können bei Bedarf abgerufen werden. Nicola Beer bezeichnete die Versorgungssicherheit als einen Beitrag für Wachstum. „Die EIB unterstützt überall in Deutschland Investitionen in Netze und Energie, damit die Transformation des Energie-sektors vor Ort ankommt.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sprach auch das Thema Netzentgelte an: Dass ausgerechnet in MV, wo die meiste erneuerbare Energie produziert werde, die Netz­entgelte am höchsten waren, habe die Akzeptanz für die Energiewende in den zurückliegenden Jahren erschwert. Dies sei nun endlich von der Bundesnetzagentur auf politischen Druck hin korrigiert worden.

Mit dem Ausbau der Infrastruktur in den kommenden Jahren wird die grüne und digitale Transformation des Stromnetzes vorangetrieben. Das ist wichtig, weil auch die Menge der Einspeisung weiter steigen soll. Thomas Murche, technischer Vorstand bei der WEMAG, ist davon überzeugt: „Dieser Ausbau schafft Wertschöpfung in der Region.“