Bekleidung gab Grüner Woche den Namen

Foto: © Messe Berlin GmbH
100 Jahre Grüne Woche. Dieses Jubiläum steht 2026 im Kalender und steht für Erfolg und Beständigkeit der Agrar- und Ernährungsmesse.
Alles begann im Februar 1926 in Berlin und schon im ersten Jahr kamen 50.000 Besucher. Sie konnten sich auf 7000 Quadratmetern Ausstellungsfläche umsehen. Damals war übrigens Berlin selbst noch ein Zentrum für Landwirtschaft und Gartenbau: Ein Fünftel des Territoriums wurde dafür genutzt und so lebten damals in der Hauptstadt auch 45.000 Pferde, 25.000 Schweine und 21.000 Milchkühe. Seitdem hat sich einiges geändert. Aus einer lokalen Warenbörse ist eine internationale Leitmesse geworden – mit 1500 Ausstellern auf 119.000 Quadratmetern und mehr als 300.000 Besuchern.
Aber zurück in die Goldenen Zwanziger. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs waren die Jahre von einem großen Wachstum geprägt, das auch die Bedeutung der Agrarwirtschaft spiegelte. Während des Krieges gab es keine Messen – erst 1948 hatte die Grüne Woche ihr Comeback und etablierte sich als Plattform für den internationalen Austausch.
In den 1990er Jahren erlebte die Messe nach der deutschen Wiedervereinigung und der Öffnung des Ostblocks einen Aufschwung;
seit 2000 hat sie sich zur Dialogplattform für zentrale Zukunftsfragen der weltweiten Land- und Ernährungswirtschaft entwickelt.
Bliebe noch die Herkunft des Namens zu klären: Zu den Tagungen der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, in deren Umfeld die Warenbörse entstand, prägten Landwirte in grünen Lodenmänteln eine Woche lang das Stadtbild: Die Grüne Woche war geboren.

MV ist Partner der Grünen Woche
Land präsentiert sich als moderner Agrarstandort und leistungsstarke Wirtschaftsregion
Höhepunkt zum Start des Jahres: Mecklenburg-Vorpommern ist 2026 offizieller Partner der Grünen Woche, der Weltleitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Flankiert wird dies von zwei Jubiläen: Vor 100 Jahren enstand die Grüne Woche und MV präsentiert sich dort zum 25. Mal in einer eigenen Länderhalle.
Hier sind Besucher zu einer Reise durch Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Sie entdecken Landschaft, Kultur und Erholungswert, regionale Produkte, innovative Rezepte und typische Spezialitäten.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bezeichnete die Partnerschaft als tolle Möglichkeit, die Stärken des Landes für die hunderttausenden Besucher der Grünen Woche sichtbar zu machen. „Wir zeigen unser Land als modernen Agrarstandort, eine leistungsfähige Wirtschaftsregion und ein Land des Genusses“, sagte die Ministerpräsidentin.
Startpunkt MV-Halle
Eine weitere Besonderheit: Durch die Partnerschaft starten alle offiziellen Rundgänge für Gäste und Delegationen aus aller Welt in der MV-Halle. „Mehr als 70 Unternehmen, Verbände und Regionen zeigen in unserer Halle ihre Produkte Die vielen Kontakte durch die Partnerschaft mit der Grünen Woche werden uns dabei helfen, unser Land über die Landesgrenzen hinweg noch bekannter zu machen“, so Schwesig weiter.
Unter den 76 Ausstellern befinden sich auch einige neue Unternehmen, darunter die Waldräuber aus Gingst mit Kleidung aus nachhaltiger Schafswolle, die Möwe Teigwaren GmbH aus Waren mit schmackhaften Pasta-Sorten und die Tekoha GmbH aus Pinnow im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit hochwertigem Bio-Matekaffee.
Noch bis zum 25. Januar dürfen sich Besucher auf zahlreiche Highlights in der MV-Länderhalle freuen. Landwirtschaftsminister Till Backhaus nannte zum Beispiel handwerkliche Lebensmittel, innovative Textilien aus regionalen Rohstoffen, nachhaltige Natur- und Designprodukte sowie neue Wege der Wertschöpfung im ländlichen Raum. „Besonders gespannt bin ich auf das eigens für die Grüne Woche kreierte Glühweinbrot der Bäckerei Behrens aus Plau am See“, so Backhaus.
Wer dort und an vielen anderen MV-Ständen probieren möchte: Die Messe ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag, dem 23. Januar, sogar bis 20 Uhr. Die Plauer Bäckerei Behrens beteiligt sich auch aktiv an einem Kinderprogramm; überhaupt liegt auf Begegnung und Teilhabe in der MV-Halle ein besonderer Schwerpunkt.
Führungen und mehr
Zwei besondere Führungen wird es für sehbehinderte Besucher geben. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Am 17. Januar beispielsweise wird um 13 Uhr in der MV-Länderhalle das Regionalzeichen „Natürlich aus MV“ an weitere Akteure verliehen. Dazu kommt eine Gesprächsrunde, in der es um die Vorstellung der Marke und die bisherigen Erfahrungen mit dem Herkunftssiegel geht.

Aussteller
Sie bringen Geschmack nach Berlin
Mehr als 70 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern präsentieren sich in diesem Jahr auf der Grünen Woche. Das reicht von touristischen Anbietern über kleine, feine Manufakturen bis zu großen Playern und spiegelt die Rolle der Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Unter den Ausstellern Darunter sind auch zahlreiche Firmen aus Westmecklenburg.
. Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe und Partner,
Zarrentin, mit Backmischungen, Spirituosen und Likören
. Tekoha GmbH, Pinnow, mit Matekaffee
. Leader-Regionen des Landkreises,
Vorstellung der regionalen Entwicklungsförderung
. NÖÖt Tied,
Manufaktur aus Raben Steinfeld, mit Nussprodukten
. Vielanker Brauhaus,
Vielank, mit Bier, Fassbrausen und Spirituosen
. Mecklenburger Landpute,
Severin, mit Fleischspezialitäten
. Showbackstube/Bäckerei und Konditorei Behrens
aus Plau am See
. LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten,
Ludwigslust, mit Fleisch- und Wurstspzialitäten und einem Imbiss
. Mecklenburger Kartoffelveredelung Hagenow,
mit Kartoffelprodukten
. Landkreise Nordwestmecklenburg, Ludwigslust-Parchim und Landeshaupstadt Schwerin mit Vorstellung der Tourismus-Angebote
. Seeperle OHG Wismar,
mit Räucherfisch und Fischbrötchen
. Die Genusswelt – NEUKOWIS Projektentwicklungsgesellschaft mbH Langen Brütz, mit Feinkost und regionalen Spezialitäten