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Plakat trifft Skulptur

Ausstellung im Maschinenhaus in Wiligrad ist bis 3. Mai zu sehen

Ausstellung "Die Welt ironisch ertragen" in Wiligrad
„Kofferträger“ heißt diese Figurengruppe von Georg Schulz, die in der Ausstellung in Wiligrad zu sehen ist. Foto: Kunstverein

„Die Welt ironisch ertragen.“ Wer das möchte, der ist beim Kunstverein Wiligrad richtig. Die aktuelle Ausstellung mit diesem Titel ist eine künstlerische Begegnung von Klaus Staeck und Georg Schulz – und die erste Ausstellung, die während der Schlosssanierung im benachbarten Maschinenhaus stattfindet.

Bis zum 3. Mai stehen dort Holzskulpturen von Schulz Plakaten von Staeck gegenüber. Staeck, von 2006 bis 2025 Präsident der Akademie der Künste, wurde in den 1970-er Jahren durch seine bissige Politsatire in der Tradition der Heartfieldschen Plakatkunst bekannt. Er wolle „ein Störer der bequemen Verhältnisse“ sein, sagte er einmal in einem Zeitungsinterview. Der 2025 verstorbene Hamburger Künstler Georg Schulz kam über seine Arbeit als Möbeltischler zu seiner Leidenschaft, Charaktere in Holz zu hauen. Jede seiner Figuren verblüfft durch die einfache, aber äußerst treffende Darstellung menschlicher Eigenschaften.
Das Maschinenhaus ist neue Wirkungsstätte des Kunstvereins. Das Industriegebäude ist Bestandteil der Schlossanlage und versorgte das Areal mit Strom und Wärme, außerdem war hier eine Wäscherei untergebracht.

Geöffnet ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und sonnabends, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr.

kunstverein-wiligrad.de