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Im fiktiven Dialog mit der Mutter

Christa Unzner hat Fluchterlebnisse illustriert

Christa Unzner
Christa Unzner wird in Wismar eine emotionale Lesung gestalten. Foto: Christa Unzner/privat

In einer Lesung in der Stadtbibliothek Wismar setzt sich die Illustratorin Christa Unzner am 11. Mai um 19 Uhr mit Erlebnissen ihrer Mutter auseinander.

Die Tagebuchaufzeichnungen der 18-jährigen Thea berichten von den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkrieges, die sie auf einem Gut im Norden Brandenburgs verbrachte. Vom Näherkommen der Alliierten und der Roten Armee, vom Aufruf zum Volkssturm, der in ihr Grauen und Entsetzen auslöst, von ihrer Flucht auf dem Treck und ihrer Rückkehr durch das zerstörte Berlin nach Hause. Ihre Aufzeichnungen sind von frappierender Authentizität, denn Thea schrieb, wo sie ging und stand, von ihren Gedanken und Ängsten, teils von schwärmerischen Mädchenträumen begleitet, teils journalistisch präzise. Christa Unzner schuf nach den Erlebnissen eine Graphic Novel mit dem Titel „Thea. Tagebuch“ und setzt sich darin in einen fiktiven Dialog mit ihrer 18-jährigen Mutter. Diesen Dialog setzt sie in Wismar mit einer szenischen Lesung um.

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