Wie umgehen mit einer Krebsdiagnose? Mobile Beratung unterstützt seit fünf Jahren in MV

Eine Krebserkrankung und deren Behandlung sind für Betroffene oftmals nicht nur körperlich eine große Herausforderung, sondern auch eine besondere seelische Belastung. „Wenn es sich anfühlt, als würde einem von einer Minute zur nächsten der Boden unter den Füßen weggezogen, dann ist eine verlässliche, einfühlsame und professionelle Hilfe das A und O“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese anlässlich des fünften Jubiläums der mobilen Krebsberatung in Mecklenburg-Vorpommern.
So zeigten wissenschaftliche Studien, dass zwischen 33 und 60 Prozent der jeweils untersuchten Krebserkrankten unter hoher psychosozialer Belastung leiden. „Mit dieser Diagnose soll keiner allein bleiben. Ich freue mich deshalb wirklich sehr, dass sich die mobile Krebsberatung unter Trägerschaft unserer Krebsgesellschaft MV seit ihrer Gründung hervorragend entwickelt hat, das Angebot bekannter geworden und zuletzt sogar deutlich ausgebaut worden ist“, so die Ministerin weiter.
So finden Betroffene nicht nur an den drei festen Standorten in Rostock, Greifswald und Parchim Hilfe beim Umgang mit der Erkrankung, bei der Wiederherstellung des psychischen Gleichgewichts und bei der Bewältigung des Alltages. Noch in diesem Jahr soll das Angebot um weitere Außenstellen wachsen, Rat und Hilfe gibt es dann unter anderem in Schwerin, Güstrow und Wismar.
Damit soll sichergestellt werden, dass die Betroffenen einen niedrigschwelligen, möglichst wohnortnahen und kostenfreien Zugang zur Beratung erhalten. Seit dem Start mit 263 Beratungen im Jahr stieg diese Zahl ist diese Zahl auf mehr als 5000 Beratungen gewachsen. Aufgebaut wurde dieses Angebot im Auftrag des Gesundheitsministeriums, das das Projekt auch in diesem Jahr mit einer Förderung in Höhe von knapp 110.000 Euro unterstützt. „Das ist gut angelegtes Geld denn hinter jeder einzelnen Beratung steht ein Mensch, der in einer der vermutlich schwierigsten Phasen seines Lebens unkompliziert Hilfe bekommt, Halt und Orientierung gewinnt und hoffentlich auch ein wenig Zuversicht“, erklärte Drese.