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Vorsicht bei kleinen Schrammen

Sonnenbrand, Schnittwunden und Verbrennungen können bei Diabetes den Stoffwechsel belasten

DocAktuell: Diabetes
Diabetes-Patienten sollten auch bei kleinen Schrammen und Wunden aufmerksam sein.
Bild: KI-generiert mit Adobe Firefly

Ein Sonnenbrand nach einem Strandtag, ein kleiner Schnitt am Fuß oder eine Verbrennung am Campingkocher wirken im Urlaub oft harmlos. Für Menschen mit Diabetes Typ 1 oder 2 können solche Verletzungen jedoch den Glukosestoffwechsel beeinflussen und das Risiko für Infektionen erhöhen. Besonders aufmerksam sollten Menschen mit einer diabetischen Neuropathie sein, da sie Verletzungen an den Füßen häufig erst spät bemerken. Darauf macht die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfeaufmerksam und gibt Tipps für einen sicheren Urlaub.

Wichtig zu wissen: Auch kleine Verletzungen bedeuten für den Körper Stress. Er schüttet Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus, die den Glukosespiegel ansteigen lassen können. Gleichzeitig können Entzündungen und Schmerzen die Wirkung des Insulins vorübergehend verändern. „Viele Menschen mit insulinbehandeltem Diabetes denken bei einem Sonnenbrand oder einer Schnittwunde zunächst nicht an mögliche Folgen für den Stoffwechsel. Doch Schmerzen und Entzündungen können den Glukosespiegel beeinflussen. Deshalb sollten Betroffene in solchen Situationen häufiger messen und Wunden gut beobachten“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Wer sich im Urlaub einen Sonnenbrand zuzieht, belastet nicht nur die Haut. Schmerzen, Entzündungen und Flüssigkeitsverlust können sich ebenfalls auf den Glukosestoffwechsel auswirken. Bei ausgeprägtem Sonnenbrand können zudem Beschwerden wie Erschöpfung oder Fieber auftreten. Menschen mit Diabetes tun daher gut daran, ausreichend zu trinken, die Sonne in der Mittagshitze zu meiden und Sonnenschutz konsequent anzuwenden.

Besondere Vorsicht gilt für Menschen mit einer diabetischen Neuropathie. Durch das verminderte Schmerzempfinden bleiben Verletzungen häufig unbemerkt. Ein Seeigelstachel, eine Muschel oder eine Glasscherbe können sich in den Fuß bohren, ohne dass Betroffene dies sofort bemerken. Dies kann dann unter Umständen zu einer ernsthaften Infektion führen. Aus diesem Grund sollten die Füße im Urlaub täglich kontrolliert werden.

www.diabetesde.org