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Der Weg in den Schlossgarten

Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 wird die Drehbrücke geöffnet

Landtag -  Tag des offenen Denkmals
Immer wieder ein Spektakel: Zu besonderen Anlässen wird das technische Denkmal Drehbrücke geöffnet. Foto: Landtag M-V

Die Drehbrücke, auch Schlossgartenbrücke genannt, verbindet seit 1897 die Schlossinsel mit dem Schlossgarten. Die um 90° drehbare Brücke wurde notwendig, um Lastkähnen den Zugang zum Umschlagplatz am Burgsee zu erleichtern – sie gewährte eine Durchfahrtsbreite von 8,60 Meter. Bereits in früheren Jahrhunderten befand sich an dieser Stelle eine Verbindung, wie beispielsweise auf dem Stich von Matthias Merian um 1650 zu sehen ist: „Brücke nach dem Lustgarten“. Viele unterschiedliche Brückentypen sind für die Zeit danach belegt: Hölzerne Zugbrücken, Waagbalkenbrücken und Jochbrücken lassen sich nachweisen.

Die Drehbrücke, für das 19. Jahrhundert modernste Technik, war bis in die 1960-er Jahre hinein funktionsfähig. Vernachlässigter Bauunterhalt und mechanische Schäden unterbrachen jedoch für lange Jahre den Betrieb. Um die Drehbarkeit dieses technischen Denkmals wiederherzustellen, wurde die Schlossgartenbrücke in den Jahren 1997 bis 1999 aufwendig restauriert. Dabei unterstützte der Verein der Freunde des Schweriner Schlosses e. V. mit einer großen Spendenaktion die Sanierung der Anlage.
Heute dient die Brücke als Fußgängerübergang von der Schlossinsel in den Schlossgarten und ist Teil des Schweriner Residenzensembles. Zu besonderen Anlässen wird sie auch heute noch, wie vor rund 130 Jahren, von Hand per Kurbel in Bewegung gesetzt.

Die nächste Öffnung findet anlässlich des Tages des offenen Denkmals am 13. September 2026 um 14.30 Uhr statt und Gäste sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen finden Sie auf schwerinwelterbe.de