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Gullys sind keine Aschenbecher

Umweltgruppe organisiert Graffiti-Aktion

Graffiti-Projekt  Gullys
Das Meer beginnt hier: Gullydeckel in Schwerin. Foto: Journal eins

Ein letzter Zug – und dann wird die Kippe in den Gully geschnipst: Viele Raucher sind achtlos, wenn es darum geht, Zigarettenreste zu entsorgen. Kippen gehören im öffentlichen Raum zu den am häufigsten weggeworfenen Abfällen. Dabei sind die Stummel alles andere als harmlos. Darauf machte jetzt die Umweltgruppe Weststadt mit einem besonderen Graffiti- Projekt aufmerksam. Rund um Gullys in der Weststadt wurden mit Kreidefarben Botschaften gesprüht: „Ich bin kein Aschenbecher. Das Meer beginnt hier. 1 Kippe – 1000 Liter Wasser im Eimer“ – dies und mehr ist dort zu lesen. „Ziel der Aktion ist es, für Umweltschäden zu sensibilisieren, die durch achtlos weggeworfene Kippen entstehen“, sagt der Sprecher der Umweltgruppe Weststadt, Ronny Alex. Die Zigarettenreste enthalten zahlreiche Giftstoffe, die Oberflächen- und auch Grundwasser belasten können. Auch in den Boden können die Giftstoffe durch weggeworfene Kippen gelangen. Darüber hinaus will die Aktion einen Beitrag für saubere Straßen leisten. Die Botschaften sind nur temporär zu lesen, die Farbe ist abwaschbar.