In Severin entsteht modernste Bio-Geflügel-Schlachterei Europas


Grundsteinlegung bei der Mecklenburger Landpute in Severin: Hier entsteht zwischen Crivitz und Parchim die modernste Bio-Geflügel-Schlachterei Europas. Rund 27 Millionen Euro investiert das Unternehmen mit dem Ziel, mit der Verarbeitung und Veredlung die Wertschöpfung im Land zu behalten.
Unterstützt wird die Investition mit rund 6,7 Millionen Euro von Land und Bund. Um dies möglich zu machen, wurden auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns und maßgeblich von Landwirtschaftsminister Till Backhaus Ende 2025 die Förderbedingungen für mittelgroße Schlachtunternehmen erweitert.
Aktuell zählt die Mecklenburger Landpute rund 280 Mitarbeiter. Seit im Dezember 1990 die ersten Puten in Severin geschlachtet wurden, ist aus dem Unternehmen eine Marke geworden, deren Wahrnehmung weit über das Land hinausreicht. Die neue Bio-Schlachterei sei ein klares Bekenntnis zum Standort und eine Investition in die Zukunft, sagte Geschäftsführer Armin Kremer. Seit einigen Jahren setze die Mecklenburger Landpute konsequent auf Bio – und die Verarbeitung müsse diesen ökologischen Weg konsequent mitgehen. Die künftige Schlachterei ermöglicht nahezu eine Verdopplung der Kapazität: von derzeit rund 3.900 Tonnen auf 7.488 Tonnen pro Jahr. Der Neubau bedeutet zugleich einen Technologiesprung. Vorgesehen sind unter anderem eine CO₂-Betäubung, moderne Kühl- und Hygienetechnik, energieeffiziente Anlagen und optimierte Produktionsabläufe. Schlachtnebenprodukte sollen zu Bio-Proteinen und Bio-Fetten weiterverarbeitet werden.