Zum Inhalt springen

Atridenfluch und Family Story

„Thyestes“ hat am 25. September Premiere im Zelt

logo - Mecklenburgisches Staatstheater

Joanna Lewicka eröffnet ihre Arbeit als Schauspieldirektorin am Mecklenburgischen Staatstheater mit dem Dramaturgie-Stück schlechthin. „Thyestes“ von Hugo Claus nach Seneca beschäftigt sich mit einem familiären Sündenfall und dessen Auswirkungen bis in die Enkelgeneration. Premiere ist am 25. September um 19 Uhr im Theaterzelt.

Aus Angst, er könne in der Thronfolge aufrücken, ermorden Thyestes und Atreus ihren Halbbruder. Dann fliehen sie nach Mykene. Der dortige König nimmt die beiden auf, überträgt ihnen das Regierungsgeschäft, als er in den Krieg zieht, und stirbt auf dem Schlachtfeld. Worauf hin zwischen den Brüdern ein Machtkampf entbrennt, der mit Atreus Alleinherrschaft und Thyestes Verbannung endet. Doch der göttliche Fluch auf dem Geschlecht der Atriden bleibt: Jahre später lockt Atreus den Vertriebenen unter dem Vorwand brüderlicher Versöhnung zurück und was dann passiert, erschüttert die kosmische Ordnung. Die Sonne wendet sich ab, der Tag mündet in Finsternis und die Zukunft krankt schon an der Fortsetzung des Grauens.

www.mecklenburgisches-staatstheater.de