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Drese: Organspende neu regeln

Widerspruchslösung als Chance, um mehr Spender zu gewinnen

Organspende Ausweis

Bundesweit haben im vergangenen Jahr 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet – so die Angabe der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Das sind 32 mehr als 2024 und entspricht 11,8 Organspendern pro Million Einwohner. „Dennoch besteht weiterhin ein Mangel an Spenderorganen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese. Deshalb spricht sie sich für die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende aus. Dies würde die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema fördern. Wer nicht spenden möchte, könne dies rechtssicher festhalten und bindend hinterlegen. Wer hingegen nicht widerspricht, könne im Ernstfall mit einer Organspende mehreren schwerkranken Menschen helfen, so die Ministerin. Gleichzeitig würden Angehörige entlastet, in einer emotional extrem belastenden Situation stellvertretend entscheiden zu müssen.

Drese hofft, dass der Bundestag zügig eine Gesetzesinitiative des Bundesrates von Ende September 2025 aufgreift und die Einführung der Widerspruchslösung gesetzlich regelt. Aktuell warten allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 200 Patienten dringend auf ein Spenderorgan.