In Testwoche im März steht bei Kowsky die Knieorthese „Unloader One“ zum Ausprobieren bereit

Schmerzen im Knie können die Hölle sein. Wenn das Gelenk bei Bewegungen weh tut, sich nach Ruhephasen steif anfühlt und beim Hinsetzen oder Aufstehen Probleme bereitet, dämpft das die Lebensfreude deutlich. Um so mehr kann es Kowsky-Mitarbeiter Torsten Lindig nachfühlen, wenn sich beim Ausprobieren der Knieorthese „Unloader One“ manchmal emotionale Szenen abspielen: „Es sind schon Menschen in Tränen ausgebrochen, weil die Schmerzen endlich gelindert wurden“, sagt er.
Wie das Hilfsmittel wirkt, will der Orthopädietechnik-Meister in der Orthesen-Testwoche im Sanitätshaus Kowsky vorstellen. Vom 23. bis 27. März können sich Interessierte in der Buchholzallee 2 in Parchim über die Orthese des Herstellers Össur informieren. Um Anmeldung unter der Nummer 03871-265832 wird gebeten. Dazu gibt es von den Experten Tipps zum Thema Kniegesundheit – und natürlich die Möglichkeit, das Hilfsmittel auszuprobieren.
Die „Unloader One“ lässt sich einfach anlegen und besticht durch ein ausgeklügeltes System von Zuggurten. Diese verlaufen am Ober- und Unterschenkel und sorgen so dafür, dass zwischen den Knochenenden ein Gelenkspalt offen gehalten wird. Damit ist die Knieorthese besonders für Menschen geeignet, die unter einer Gonathrose, einem chronischen Verschleiß des Kniegelenk-Knorpels, leiden. Baut sich dieser Knorpel ab, reiben die Knochenenden aufeinander, was die Schmerzen hervorruft. Mit zwei Stellrädern an der Orthese wählen Patienten selbst den richtigen Zuggrad aus, um ihr Gelenk bestmöglich zu entlasten. Gleichzeitig liegt das Knie bei dem Modell frei: Nichts kann auf Sehnen und Knochen drücken und auch die Orthese selbst ist federleicht.
Die Art der Versorgung ist geeignet, Schmerzen dauerhaft zu lindern und Lebensqualität zurückzugewinnen. Gleichzeitig ermöglicht das Hilfsmittel, aktiver zu sein und dem Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung zu entkommen. Weniger Schmerzen bedeuten zudem weniger Schmerzmittel – und auch Knie-Operationen lassen sich mit der Orthese herauszögern.
Ausprobieren ist wichtig
Natürlich ist die „Unloader“ kein Wundermittel. Hier kommen wieder die Orthesen-Testtage ins Spiel. Torsten Lindig nimmt sich dann Zeit für die Beratung, zeigt, wie die Orthese angelegt wird. „Im Idealfall ist sofort eine Schmerzreduktion zu bemerken“, sagt der Spezialist. Es gibt aber auch Menschen, die keine Wirkung verspüren – deshalb ist das Ausprobieren so wichtig.
Oft kommt es zum Beispiel dann zu einer Gonathrose, wenn eine Beinachsenfehlstellung vorliegt, jemand also O- oder X-Beine hat. Diese Fehlstellung führt dann zu einer einseitigen Überlastung des Knie. „Hier kann man anfangs mit Einlagen korrigieren“, sagt der Orthopädietechnik-Meister. Zudem ist eine Kombination von Einlagen und Orthese denkbar – auch darüber informiert Torsten Lindig dann im persönlichen Gespräch. Und es gibt noch einen weiteren Pluspunkt: Die Orthese lindert nicht nur Beschwerden, sondern gibt dem Knie zusätzlichen Halt.