Im Umsiedlermuseum Linstow wird Migrationsgeschichte erforscht

Um die Ansiedlung deutscher Bauern im Baltikum geht es in diesem Jahr beim 34. Museumsfest des Wolhynier-Umsiedlermuseums in Linstow. Vom 4. bis 6. September erwartet Besucher auf dem Gelände in Linstow eine Mischung aus Vorträgen und Kultur, die unter dem Motto „Von Wolhynien in die weite Welt steht“.
Zu diesem Thema werden gleich am Freitag, 4. September, um 18 Uhr Vorträge angeboten. Dr. Ron Hellfritzsch und Dr. Kaisa Langer sprechen über die Ansiedlung deutscher Bauern im Baltikum, eine bisher wenig bekannte Facette der wechselhaften Migrationsgeschichte der Wolhyniendeutschen. Die Referenten nehmen ihre Zuhörer auf eine Zeitreise nach Lettland und Estland mit, die 1945 für viele Siedler und ihre Nachkommen mit der Flucht nach Deutschland endete.
Am Sonnabend, 5. September, startet um 14 Uhr das Kulturprogramm, zu dem um 16 Uhr ein Auftritt des ukrainischen Chors „Smetana“ aus Stralsund gehört. Mit Musik, Tanz und Tombola sowie ukrainischen Spezialitäten ist Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zum Feiern.
Am Sonntag, 6. September, wird mit Besuchern aus dem In- und Ausland ein Heimatgottesdienst in der Kirche von Kieth gefeiert.
Im Anschluss daran ist im Garten des Gedenkens eine Gedenkstunde für alle Opfer von Flucht und
Vertreibung geplant.