Gewohnheiten lassen sich am besten schrittweise ändern – der Sommer ist dafür eine gute Zeit

Im Sommer deckt der Garten den Tisch. Tomaten und Zucchini, Gurken, Paprika und Auberginen, Mangold, Kohlrabi und junge Erbsen wetteifern nun um die Gunst der Köche. Und was heißt Köche: Viele dieser Lebensmittel schmecken auch roh und bringen dann einen Extraschub von Vitaminen und Mineralstoffen.
Zwar ist der Fleischkonsum in Deutschland in den zurückliegenden Jahren gesunken, trotzdem landen nach wie vor noch zu viele Schnitzel und Bratwürste auf den Tellern. Das ist weder für die Gesundheit noch für die Umwelt gut. Allerdings ist nicht jeder zum Vegetarier geboren. Mit einigen fleischfreien Tagen in der Woche ist fürs Wohlbefinden dennoch schon viel getan. Denn fest steht: Ein hoher Fleischkonsum fördert die Entstehung von Zivilisationskrankheiten. Das kann Bluthochdruck mit daraus resultierenden Folgeerkrankungen sein, weil gerade verarbeitetes Fleisch – also zum Beispiel Wurst – einen hohen Anteil an gesättigten Fetten enthält und den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt. Zu viel rotes Fleisch steht außerdem im Verdacht, Darmkrebs zu befördern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb, in der Woche nicht mehr als 300 Gramm Fleisch und Wurst zu essen. Das entspricht etwa zwei kleinen Portionen oder einigen Scheiben Wurst.
Die Menge möglichst klein zu halten ist natürlich eine Herausforderung – besonders, wenn im Sommer bei gutem Wetter der Grill angeheizt wird. Zum Glück schmecken auch Gemüse und Käse vom Rost. Wunderbar grillen lassen sich zum Beispiel Scheiben von Zucchini, Aubergine und Kartoffel. Feta in Folie gewickelt und mit Kräutern und Gewürzen getoppt, ist warm ebenfalls ein echter Leckerbissen. Und manchmal reicht es auch schon, das Fleisch durch ein Stück Fisch zu ersetzen.
Wer Gewohnheiten ändern möchte, sollte den Fleischkonsum nach und nach reduzieren – das macht es leichter. Ein Wochenplan kann zudem helfen, beim Einkaufen nicht ratlos auf die Auslagen zu gucken und am Ende doch wieder ein Schnitzel zu braten. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man beim Ausprobieren ja sogar ein neues Lieblingsgericht? Der Sommer mit seinen vielen Gartenfrüchten ist dafür die beste Zeit.