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Hoffen auf ein neues Leben

Mehr als 200 Patienten im Land warten auf lebensrettende Organe

Organspende Ausweis

Die Forderung nach einer Widerspruchslösung hat Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese anlässlich des Tages der Organspende im Juni bekräftigt. „Organspende kann Leben retten und schwer kranken Menschen eine neue Perspektive schenken. Deshalb müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, die Zahl der Organspenden zu erhöhen“, erklärte sie.

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation wurden im Jahr 2025 in MV 66 Organe entnommen. Gleichzeitig konnten 20 Organe an Patienten im Land transplantiert werden. „Dem gegenüber steht aber weiterhin ein hoher Bedarf. So standen Ende 2025 allein in Mecklenburg-Vorpommern 201 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste“, unterstrich sie. Besonders groß ist mit 148 Wartenden dabei der Bedarf bei Nierentransplantationen. Darüber hinaus benötigen 30 Menschen eine Leber, 17 ein Herz, 14 ein Pankreas und sechs eine Lunge. Die angestrebte Widerspruchsregelung sieht vor, dass grundsätzlich jede volljährige Person als Organspender gilt, sofern sie zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat. Die parlamentarische Beratung im Bundestag zu diesem Thema ist angelafen.