Ausstellung zu 800 Jahren Parchim macht Alltag verschiedener Epochen unterhaltsam lebendig

Einen Blick ins Familienalbum der Stadt werfen? Die Sonderausstellung „800 Jahre Stadtgeflüster. Ein Spaziergang durch Alltag und Geschichte“ in Parchim macht es möglich. Seit ihrer Eröffnung hat sie sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt – bietet sie doch einen lebendigen, interaktiven Zugang zur Historie und zum Alltagsleben vergangener Zeiten.
Besonders die historischen Filmaufnahmen der zurückliegenden großen Stadtjubiläen erweisen sich als echte Renner. Für das Publikum gleicht das Anschauen einem Blättern im Familienalbum der Stadt: Erinnerungen werden wach und Anekdoten ausgetauscht. Häufig entdecken Besucher sich selbst, Verwandte oder Freunde auf den Aufnahmen.
Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung sind die „sprechenden Porträts“. Historische Gemälde und Bilder aus dem Museumsdepot wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz animiert und flüstern Besuchern Alltagsgeschichten aus ihren „Lebenszeiten“ zu. Hier verbinden sich historische Überlieferung und moderne Museumspädagogik auf unterhaltsame Art. Darüber hinaus können Kinder mit einem speziellen „Parchim-Reisepass“ die Ausstellung eigenständig erkunden und an verschiedenen Stationen auf Stempelsuche gehen. Zudem lädt im Begrüßungsraum der vierten Etage die Mitmach-Ausstellung „Parchim in der Zukunft – Visionen im Karton“ dazu ein, eigene kreative Zukunftsentwürfe für die Stadt zu gestalten und zu Papier zu bringen.
Parallel zu der Präsentation lenken verschiedene Vorträge den Blick auf die 800-jährige Geschichte der Eldestadt. Am 10. September um 17 Uhr werden Grabungsleiterin Gesine Ratfelder und Dr. Torsten Dressler vom Archäologiebüro ABD-Dressler in dem Vortrag „Unter unseren Füßen“ neue Erkenntnisse aus den Ausgrabungen nahe St. Georgen vorstellen. Bereits am 29. August lädt zwischen 13 und 17 Uhr ein Familienaktionstag dazu ein, die kaiserliche Postkutsche hautnah zu erleben. „Steigen Sie ein und verewigen Sie sich auf einem Foto in der Kutsche!“ lautet dann das Motto.