Zum Inhalt springen

Kinder besser schützen

2025 akute Kindswohlgefährdung in mehr als 900 Fällen festgestellt

DocAktuell - September 2026

Sozialministerin Stefanie Drese sieht weiterhin hohen Handlungsbedarf beim Kinderschutz. Nach wie vor erfahren viele Kinder und Jugendliche Gewalt und Missbrauch: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Verfahren zur Einschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung im vergangenen Jahr unverändert hoch geblieben. Es gab rund 5500 Verfahren, in 938 Fällen wurde eine akute und in 763 Fällen eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. Vernachlässigungen, körperliche und psychische Misshandlungen, sexuelle Gewalt: Kinderschutz bleibe eine zentrale und dauerhafte Aufgabe, betonte die Ministerin. Aus diesem Grund setzt sich Mecklenburg-Vorpommern für ein bundesweites Konzept und eine verlässliche, nachhaltige Finanzierung interdisziplinärer, kindgerechter Anlaufstellen ein. Neben dem Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung setzt MV auf frühe Unterstützung von Kindern und Familien. Dazu gehören etwa die Anlaufstelle KipsFam für Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien sowie die neu geschaffenen Kinder- und Familienzentren an Kitas. Sie verbinden Betreuung mit Beratung, Information und Unterstützung und erreichen Familien frühzeitig in ihrem vertrauten Umfeld.