Christof Schläger füllt Kunstraum St. Georgen mit seinem Maschinenorchester

Sirenen, Klingeln, Schellen, Optik und Akustik: Der Klangkünstler Christof Schläger hat aktuell eine Ausstellung im Kunstraum St. Georgen, die dort noch bis zum 29. März zu sehen ist und in der Klang und Form verschmelzen.
Die „Instrumente“ von Christof Schläger sind klangerzeugende Maschinen, die er mit großem Aufwand plant und baut. Brauser und Rauscher, Wopper und Hopper, Schwirrer und Knackdosen kamen zum Beispiel in einem Konzert zum Einsatz, das der Künstler zur Eröffnung der Ausstellung veranstaltete. Oft knüpft Schläger dabei an die Gegebenheiten des Aufführungs- und Ausstellungsortes an. Ganze Maschinenorchester entstehen, wenn Sirenen, Presslufthämmer und Signalhörner, Klingeln und Schellen durch Mechanik, Pneumatik und Elektronik zu akustischen Instrumenten verwandelt werden.
Die Bedeutung einer Präsentation in St. Georgen kann in mehrfacher Weise den Geist des Ortes aufnehmen und interpretieren. Während der Ton den Kirchenraum ausfüllt, setzt die höchst technische Installation einen deutlichen Kontrapunkt zur gotischen Architektur. Der Sound bestätigt und verstärkt die Transzendenz, während die physisch-plastische Installation deren Entstehungsbedingungen offen-bart.
Der Künstler lebt in Herne, wo er in der Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Teutoburgia seine Werkstatt hat. Seit den frühen 1980-er Jahren experimentiert er mit Klangperformances.