Ludwigslust-Parchim schließt geförderten Glasfaserausbau ab

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat auf der Festung Dömitz den Abschluss seines geförderten Glasfaserausbaus gefeiert Der Weg dorthin begann 2016, als der Landkreis die ersten drei Projektgebiete ausschrieb und die WEMACOM dafür die Zuwendungsverträge für den Breitbandausbau unterzeichnete. Was mit einzelnen Projektgebieten begann, ist heute ein nahezu geschlossenes Glasfasernetz im zweitgrößten Landkreis Deutschlands.
Zahlen machen die Dimension deutlich: Über acht Jahre haben Planer- und Tiefbauteams in 20 Ausbaugebieten rund 3.700 Kilometer Tiefbau und 7.800 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und damit 56.530 geförderte Haushalte und Unternehmen im ländlichen Raum ans Glasfasernetz angeschlossen. Damit ist der LUP-Kreis einer der ersten Flächenlandkreise Deutschlands, in dem der geförderte Glasfaserausbau nahezu vollständig abgeschlossen ist.
Möglich wurde dieser Erfolg durch die enge Zusammenarbeit von Bund, Land, Landkreis, den Kommunen sowie zahlreichen Planungs- und Baupartnern. Rund 555 Millionen Euro Fördermittel flossen in das Projekt. Für die Region bedeutet der Ausbau mehr als schnelles Internet: Leistungsfähige Netze schaffen die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Verwaltung, Bildung sowie Lebensqualität im ländlichen Raum. „Schnelles und zuverlässiges Internet muss überall in Deutschland verfügbar sein – auch dort, wo sich ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht lohnt“, sagte Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesdigitalministerium. Die Gigabitförderung des Bundes schließe diese Lücken und ermögliche digitale Teilhabe. Mecklenburg-Vorpommerns Digitalminister Christian Pegel nannte die flächendeckende Versorgung „bis an jede Milchkanne in ganz Mecklenburg-Vorpommern“ als weiteres Kursziel; Landrat Stefan Sternberg sprach von einem historischen Moment, der die Attraktivität des Landkreises in der Metropolregion Hamburg deutlich erhöhe. Langfristige Wertschöpfung, Teilhabe und Lebensqualität nannte auch der technische Vorstand der WEMAG, Thomas Murche: „Wir investieren hier vor Ort, kennen die Region und schaffen gemeinsam mit unseren Partnern Netze.“