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St. Marien neu entdeckt

Ausstellung „Ein großartiger Bau“ in der nördlichen Turmseitenkapelle

St. Marien - Wismar
Die Ausstellung in der nördlichen Turmkapelle zeigt St. Marien in vielen Facetten. Foto: Hansestadt Wismar

St. Marien ist die älteste der drei großen Kathedralen von Wismar. Und sie ist diejenige, deren Wahrnehmung am meisten eingeschränkt ist. Nur noch der Turm ragt heute in den Himmel, das 1960 gesprengte Kirchenschiff wird in seiner Dimension vom St. Marien-Forum zwar wieder erlebbar gemacht, jedoch nicht ersetzt.

Eine Ausstellung von Archiv und Archivverein der Hansestadt soll nun zusätzlich dazu beitragen, St. Marien wieder als großartigen Bau zu erkennen. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der Kirche bis 1945 und ist bis zum 31. Oktober 2026 in der Nordkapelle zu sehen. Mit Hilfe von historischen Fotos, Plänen und der schriftlichen Überlieferung werden wichtige Aspekte gezeigt: Baugeschichte und Details der Gestaltung, Funktion und Bedeutung der Kirche sowie die Pastoren und Gebäude der Gemeinde, Finanzierungsfragen und die reiche Ausstattung, die teils erhalten, teils zerstört oder zerstreut ist. Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung soll dazu beitragen, die Kirche und ihre Geschichte dem Vergessen zu entreißen. Das ist auch vor dem Hintergrund des Verschwindens zahlreicher Nebengebäude interessant. Einst war St.
Marien eingebettet in ein eindrucksvolles Ensemble, zu dem beispielsweise die im 19. Jahrhundert abgerissene Banzkowsche Sühnekapelle, das Pfarrhaus, die Alte Schule und die Kapelle Maria zur Weiden
gehörten.

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