Stadtgeschichtliches Museum Schabbell macht Ausstellungsstücke auch digital zugänglich

Eine Maria mit Kind, aus Eichenholz geschnitzt. Ein Gürtel mit Muschelbesatz. Ein Gemälde mit Stadtansicht. Es sind Objekte wie diese, die aktuell nicht nur im stadtgeschichtlichen Museum Schabbell. sondern auch im Netz bewundert werden können. Die Sammlung geht online und schon jetzt lassen sich 1250 Objekte auch auf dem Bildschirm betrachten.
Realisiert wurde das Projekt mit der Datenbank robotron*Daphne der Dresdner Firma Robotron. Diese speziell für die digitale Erfassung und Präsentation von Museumsbeständen entwickelte Software ermöglicht eine zeitgemäße Museumsarbeit.
Die Digitalisierung der Sammlungen ist weit mehr als das einfache Übertragen von Daten. Zu jedem Objekt werden seit der Gründung des Museums 1863 zahlreiche Informationen gesammelt – darunter Herkunft, Material, Alter, Restaurierungen, Ausstellungen und die Geschichten, die mit dem Objekt verbunden sind. Viele dieser Informationen befinden sich analog in historischen Inventarbüchern, Karteikarten und unterschiedlichen digitalen Ablagen. Sie alle werden nun in der Daphne an einem Ort zusammengeführt. Soweit möglich, sollen Informationen zu den Objekten online verfügbar sein. Auch Anfragen an das Museum können – langfristig gesehen – so schneller beantwortet werden.
Für die erste Veröffentlichung wurden vor allem jene Bestände ausgewählt, die besonders häufig nachgefragt werden. Dazu gehören die Highlights der Dauerausstellung im Schabbell, Teile der umfangreichen Fotodokumentation des Wismarer Stadtbildes sowie ausgewählte Werke Wismarer Künstler wie Sella Hasse, Carl Canow, Paul Drenseck und Alfred Heth, aber auch die Spezialsammlungen wie der Wismarer Sagenzyklus oder die im Rathaus hängende Briesemannsammlung. Das Team des Stadtgeschichtlichen Museums Wismar wird die Datenbank kontinuierlich erweitern und damit das kulturelle Erbe der Hansestadt Wismar Schritt für Schritt digital zugänglich
machen.