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Adler kann umziehen

WEMAG errichtet Ausweichmasten als geschützte Brutstätten

WEMAG errichtet Ausweichmasten als geschützte Brutstätten
Mitarbeiter Heiko Haase legt als Nistuntergrund für die Fischadler Äste, Stroh und Rasensoden in den Horst. Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Fischadler brauchen geschützte Brutstätten – und die WEMAG Netz GmbH trägt dazu bei, dass die Tiere solche Standorte finden. In den zurückliegenden Wochen haben Mitarbeiter der Netzstandorte Brüel, Bützow, Neustadt-Glewe und Hagenow in ihren Zuständigkeitsbereichen insgesamt elf Ausweichmaste für die Fischadler aufgestellt.

Sie stehen in der Nähe der Mittelspannungsfreileitungen, da beim Nestbau immer wieder große Äste auf die Leitung fallen. Werden diese nass, kommt es zum Kurzschluss und Stromausfall. „Als Netzbetreiber sind wir dafür verantwortlich, dass die Vögel nicht die Stromversorgung stören und sich nicht verletzen. Mit dieser Maßnahme wollen wir die Versorgungssicherheit erhöhen und zugleich einen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt leisten“, sagt WNG-Mitarbeiter Mario Hiersemann.

Auch im Amt Neuhaus ist jetzt ein Ausweichmast errichtet worden. Im vergangenen Jahr hatte dort erstmals ein Fischadler auf einem Strommast gebrütet. Im Sommer 2025 war der Horst dann in Brand geraten, wobei die Jungvögel zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeflogen waren.

Nun hat der Fischadler ein alternatives Angebot bekommen: 250 Meter entfernt in einem extensiv genutzten Grünlandareal abseits von Verkehrswegen. In der Nähe gibt es viele Gewässer, die Nahrung liefern können. Damit der Fischadler nicht wieder am alten Standort nis­tet, werden auf den Traversen als Abweiser sogenannte Andreaskreuze montiert. „Jetzt hoffen wir, dass die Vögel unseren Vorschlag annehmen und den neuen Horst nutzen“, so Hiersemann.

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