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die Rettung alter noten

Historische Musiksammlung des Landes wird restauriert

Landesbibliothek chwerin
Der Altbauteil der Landesbibliothek ist Teil des Residenzensembles und heute UNESCO-Welterbe.
Foto: Katja Haescher

Rund 73.000 Noten aus der Zeit seit 1500 werden in der Musiksammlung in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommerns aufbewahrt. Für gleich zwei große Vorhaben konnten 2025 Drittmittelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 75.000 Euro eingeworben werden – mit dem Ziel, kostbare Bestände zu sichern.

Zum einen geht es um Einzelres­taurierungen von 18 herausragenden Musikhandschriften und -drucken des 17. bis 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Schweriner Fürstenhauses, die innerhalb des historischen Notenbestands der Landesbibliothek zu den 200 wertvollsten Einzelstücken gehören. Mit dem zweiten Projekt konnte die Reinigung und Verpackung von rund 2500 Einzelstücken der Musikaliensammlung realisiert werden, die bis Mitte Februar abgeschlossen ist.

„Die Musiksammlung ist einer der größten Buchschätze unseres Landes“, sagt Kulturministerin Bettina Martin. Deshalb sei die Sanierung von großer Bedeutung. Durch das Einwerben von Bundesmitteln könnten die landesseitig für die Restaurierung zur Verfügung stehenden Mittel erheblich aufgestockt werden. Zu den Handschriften gehören seltene Abschriften eines Flötenkonzertes von Georg Philipp Telemann und der „Passions-Cantate“ von Carl Philipp Emanuel Bach, außerdem ein autographes Manuskript des Oratoriums „Il Sagrifizio d‘Abramo“ von Kaiser Leopold I. Aufgrund von Papier-, Einbandschäden und Tintenfraß waren die Bände bisher nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sowie in Informationsgehalt und Substanz gefährdet.

Die Restaurierung ist eines 34 Modellprojekten, die 2025 bundesweit von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung schriftlichen Kulturguts mit 11.915 Euro gefördert und vom Kulturministerium des Landes komplementär mit 3.100 Euro finanziert wurde. Im Februar soll die Sicherung der Handschriften abgeschlossen sein.