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Johnson im Maisfeld

Klützer Literaturhaus verbindet begehbares Porträt mit Ausstellung

Maisfeld an der Boltenhagener Straße in Klütz - Portrait - Uwe Johnson
Das Johnson-Porträt in Klütz ist begehbar – bis Ende Oktober, dann wird der Mais geernet.
Foto: Andreas Möller

In einem Maisfeld an der Boltenhagener Straße in Klütz ist ein riesiges Porträt des Schriftstellers Uwe Johnson entstanden. Und das kann man nicht nur von oben betrachten, sondern auch betreten: Wege durch den Mais zeichnen Johnsons Gesicht und machen aus dem Feld ein Stück Land Art.

„Gezeichnet“ hat das Porträt der Landwirt Arne Nölck – mit Hilfe moderner Landtechnik und GPS. „Johnson im Maisfeld“ ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Uwe-Johnson-Literaturhaus in Klütz und soll als literarischer Parcours durch das fiktive Jerichow und ein halbes Jahrhundert deutscher und mecklenburgischer Geschichte führen. Barbara Heine, neue Leiterin des Literaturhauses, hat mit diesem Hintergrund für September und Oktober eine Outdoor-Ausstellung konzipiert. Dafür wurden ausgewählte Episoden aus Johnsons Roman „Jahrestage“ neu angeordnet: vom Jerichow der Kaiserzeit über Nationalsozialismus, Krieg und sowjetische Besatzungszeit bis in die frühe DDR. So wird der Gang durch das riesige Johnson-Porträt zugleich zu einer Zeitreise, die mitten hinein in Johnsons Jerichow führt. An jeder der zwölf Stationen erläutert eine Texttafel eine historische Episode, ein QR-Code führt direkt zu einer passenden Hörpassage. Der Parcours ist bis Ende Oktober geöffnet, danach wird der Mais geerntet. Der Besuch ist kostenlos.

www.literaturhaus-uwe-johnson.de