Der Winter ist eine gute Zeit für die Vogelbeobachtung im heimischen Garten
Der Winter ist eine gute Zeit, um Vögel zu beobachten. Kahle Bäume und Gesträuch sorgen für guten Durchblick und wer ein Futterhaus im Garten hat, kann sich über gefiederte Gäste freuen.

Gerade bei Frost und Schnee hilft die Winterfütterung Vögeln über die kalte Zeit. Die Speisekarte an der Futterstelle sollte vielseitig sein, denn die einzelnen Arten haben unterschiedliche Vorlieben.
Weichfutterfresser wie Amseln und Rotkehlchen mögen zum Beispiel Haferflocken und Obst, während Körnerfresser wie Sperling und Gimpel gern Sonnenblumenkerne und andere Körner vertilgen. Was auf keinen Fall ins Futterhaus gehört, ist Brot, das im Magen der Tiere aufquellen kann. Auch Essensreste haben dort nichts zu suchen. Wer den Garten naturnah gestaltet, kann ebenfalls viel für Vögel tun. Gehölze wie Zieräpfel, Eberesche und Schlehen sind mit ihren Früchten natürliche Winterfutterquellen.
Bei der diesjährigen Wintervögel-Zählaktion des NABU waren mit mehr als 4000 Teilnehmern in MV zwar deutlich mehr Menschen als im Vorjahr dabei, allerdings sank die Zahl der Vögel. Wurden in MV im Jahr 2011 noch durchschnittlich noch 54 Vögel pro Garten gemeldet, waren es in diesem Jahr 43. Am auffälligsten, so der NABU, war der Rückgang bei Haus- und Feldsperling.

Kohlmeise
Die Kohlmeise ist die größte heimische Meisenart. Zu erkennen ist sie an ihrem schwarzen Kopf, von dem aus sich ein schwarzer Streifen über Kehle, Brust und Bauch zieht. Sie frisst gern Insekten und deren Larven sowie Samen.
Amsel
Bei der Amsel unterscheiden sich Männchen und Weibchen. Männchen tragen ein schwarzes, glänzendes Gefieder und einen gelben Schnabel; Weibchen sind unscheinbarer mit bräunlichen Federn und schwarzem Schnabel.


Blaumeise
Mit ihrem blauen Scheitel, dem schwarzen Augenstrich und der gelben Brust ist die Blaumeise Blickfang an jedem Futterhaus. Dank der langen Krallen kann der kleine Vogel klettern wie ein Artist – am Meisenknödel ist das zu sehen.
Rotkehlchen
Stirn, Wangen, Kehle und Brust des Rotkehlchens sind auffällig orange bis rötlich gefärbt. Der kleine Vogel aus der Familie der Drosseln hat einen rundlichen Körperbau und lange dünne Beine. Er frisst gern Insekten.


Kleiber
Der Kleiber hat einen geraden Schnabel und einen kurzen Schwanz. Seine Flügeloberflächen sind grau, der Bauch weiß bis gelblich oder rosa-bräunlich gefärbt. Kleiber ernähren sich von Insekten, Spinnen und Samen.