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Vorsicht mit der Heckenschere

NABU bittet um Rücksicht: Brutsaison der Vögel beginnt

NABU - Brutsaison 2026
Achtung, Brutzeit: Größere Rückschnitte sind jetzt tabu und auch sonst sollte die Heckenschere mit Rücksicht auf Vögel eingesetzt werden. Foto: Adobe Stock . Lukas

Im März hat die Brutsaison der Vögel begonnen. Wer jetzt einen größeren Rückschnitt in seinem Garten plant, muss bis zum 1. Oktober warten – so lange dauert die gesetzliche Schonzeit. Der Pflegeschnitt, der wuchernden Pflanzen Einhalt gebietet, darf natürlich trotzdem erfolgen. Allerdings weist der NABU darauf hin, dass auch dabei Rücksicht auf brütende Vögel genommen weren muss. „Ein brütender Vogel darf durch die Heckenpflege nicht gestört werden“, sagt Manuela Heberer vom NABU Mecklenburg-Vorpommern.
Im Zweifelsfall gelte es, um ein Vogelnest in der Hecke herumzuschneiden.

Da ein vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer umzusetzen ist, appelliert der NABU MV an Gartenfreunde, Pflegeschnitte generell nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von Anfang März bis Ende Juni durchzuführen. „In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, erläutert Heberer. Wer Pflegeschnitte verschiebt, schützt aktiv die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür. Die lässt sich übrigens nicht nur im Garten aktiv fördern. Rücksichtnahme in der Natur ist während der Brut- und Setzzeit besonders wichtig. Wege sollten nicht verlassen, Hunde angeleint und Rückzugsorte nicht gestört werden. So tragen Menschen dazu bei, dass Vögel, Igel und andere Wildtiere ihren Nachwuchs ungestört großziehen können.

Und zurück im Garten profitiert auch die Vegetation von der Zurückhaltung beim Einsatz der Heckenschere. Viele Gehölze treiben im Frühsommer kräftig aus. Ein früher Rückschnitt führt häufig dazu, dass kurze Zeit später erneut geschnitten werden muss. Ein späterer, maßvoller Pflegeschnitt ist oft nachhaltiger und spart Aufwand.

Wer jetzt Geduld zeigt, wird belohnt, so der NABU-Appell. Eine blühende, summende und zwitschernde Hecke ist nicht nur ein Gewinn für die Artenvielfalt, sondern auch für die Lebensqualität im eigenen Umfeld.