Überspielen
Früher war nicht alles besser. Das wurde mir wieder bewusst, als ich neulich einen alten Stern-Radiorecorder rumstehen sah (nach Angaben des Besitzers noch voll funktionsfähig).
Früher war nicht alles besser. Das wurde mir wieder bewusst, als ich neulich einen alten Stern-Radiorecorder rumstehen sah (nach Angaben des Besitzers noch voll funktionsfähig).
Ach, so ein schöner Urlaub … In diesem Jahr wurde ja viel darüber gesprochen, wie das funktionieren könnte mit den Ferien. Eine Frage, die ich mindestens genauso wichtig finde, ist aber die nach dem Was: Was tun in den schönsten Wochen des Jahres, ohne die wir scheinbar nicht sein können?
Für mich als Möwe steht das Thema Bekleidung erst weiter unten in der Prioritätenliste, irgendwo zwischen Yogakurs und Friseurtermin. Eine Möwe in Hawaiihemd und Baggypants würde ja auch reichlich albern aussehen – ungefähr wie ein Chihuahua im Strickpullover oder ein Pudel im Regencape.
Haben Sie eigentlich eine Lieblingsfarbe? Lassen Sie mich raten: Wahrscheinlich ist es grün. Ich habe das so im Gefühl, wenn ich die Völkerwanderung in Richtung Gartencenter beobachte.
Wissen Sie eigentlich, wie die Teewurst erfunden wurde? Einst trug es sich zu, dass ein Fleischer alle Zutaten für eine grobere Wurst in den Kutter gegeben hat (nein, kein Boot, sondern eine Zerkleinerungsmaschine), das Gerät seine Arbeit verrichten ließ und erstmal eine Teepause genoss.
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Klar: Diese Anrede versteht sich in Zeiten der Gleichberechtigung von selbst. Trotzdem ist es manchmal mit der gendergerechten Sprache schwierig.
Jetzt mal Hand aufs Herz: Wie oft verschenken Sie Blumen? Ich meine jetzt natürlich nicht zu runden Geburtstagen, zu denen das Gebinde möglichst noch mit einer entsprechenden Zahl ausgeliefert wird – damit der Beschenkte auch ja nicht vergisst, was er auf dem Buckel hat.
Unsterblich müsste man sein! Hör ich oft. Ob das wirklich so erstrebenswert ist? Fangen wir einfach mal drei oder zwei Nummern kleiner an. Sagen wir, unsere durchschnittliche Lebenserwartung wäre doppelt so hoch wie jetzt, läge also bei zirka 160 Jahren. Wie würden wir unsere Existenz ausgestalten, wie verliefe unser Dasein?
„Schreib doch mal was Positives über Homöopathie!“, ermunterte mich kürzlich eine alte Bekannte, weil die Methode doch derzeit vielfach so negativ dargestellt werde. Mache ich gern.
Als Möwe mache ich mir selten Gedanken, was andere über mich denken. Hier sitze ich und wem‘s nicht passt, der kann es mir ja sagen. Macht aber keiner.
Früher, also als Küken, habe ich Andy Borg mit Björn Borg verwechselt. Besser gesagt, ich dachte, es handele sich um ein und dieselbe Person und dass der frühere Tennisspieler nun Sänger sei.
Im Herbst mache ich immer wieder diese Beobachtung: Mit Körben, Messern und Wetterjacken ausgestattete Menschen stiefeln in Richtung Wald und suchen Pilze. Manche wagen sich sogar anhand von Bestimmungsbüchern daran, giftige von essbaren zu unterscheiden.
Verreisen oder bleiben? Diese Frage stellt sich jedes Jahr bei der Urlaubsplanung. Nun ja, bei mir eigentlich nicht. Auch wenn ich jeden Tag hierhin und dorthin flattere, lande ich am Ende doch wieder auf meiner Buhne. Und das ist gut so.
Kommen Sie eigentlich leicht mit anderen Leuten ins Gespräch? Ich kann das für meinen Teil leider nicht bejahen. Meist reden die Leute ja eher über mich als mit mir. „Gucke mal, die dicke Möwe!“ usw. Jaja, denke ich dann, macht ihr das unter euresgleichen eigentlich auch, wenn einer danebensitzt?
„Hey, Möwe“, wurde ich neulich aufgefordert, „hey, Möwe, schreib doch mal einen Leitartikel!“ Ich hab nur halb zugehört und schnell so was wie „Jaja“ geantwortet. Aber jetzt schoss es mir wieder ein.